O'zapft is!

Hell yeah... die diesjährige Wiesn ist schon wieder zu einem Viertel vorbei und ich war gerade 1x dort und das am Pink Sunday im Bräurösl mit Heerscharen an liebenswerten Schwulen und auch ein paar Lessis waren dabei... aber definitiv mehr Herrschaften. Der legendäre Pink Sunday war der Wahnsinn! Wir standen tatsächlich morgens kurz nach 8 vorm Zelt und haben trotzdem nicht mehr wirklich nen Platz bekommen, als wir dann endlich drin waren. Aber es fand sich dann doch ein Tisch mit lauter sehr herzlichen Burschen, die uns Asyl gewährt haben. Die erste Maß gabs um 9h zum Frühstück. Alter, oft darf ich sowas ja wirklich nicht machen... um 16h trat ich den Heimweg an und das war auch gut so. Ich hatte zwar nur 2 Maß insgesamt, aber wer quasi nie was trinkt, merkt dann auch die zwei sehr deutlich...


Da heute meine Fastenphase begonnen hat, war das am Sonntag mein einziger Wiesn-Besuch in diesem Jahr. Ich würde den Versuchungen zwischen Schoko-Spieß und Bratwurst-Semmel gepaart mit dem himmlischen Duft von gebrannten Mandeln nicht überstehen. Soooo stark ist meine Selbstdisziplin sicher nicht...

Alles wird gut!

Tja, wie gesagt, heute war mein 1. Tag mit Packerls-Futter. In der vergangenen Woche hab ich es mir nochmal richtig gut gehen lassen mit lauter Lieblingsspeisen. Momentan könnt ich all das sofort nochmal essen. ICH HAB HUNGER!! 


Der ganze Tag lief eigentlich wirklich gut. Hab brav meine Beutelchen getrunken, geschlürft, gelöffelt und verzehrt, meine 3 Liter Wasser hatte ich schon am späten Nachmittag intus und jetzt sitz ich da und HAB HUNGER!! Unfassbar. Das Gefühl hatte ich den ganzen Tag nicht, vielleicht war ich auch einfach nur zu beschäftigt oder das Wasser hat meinen Magen derart gefüllt, dass kein Hungergefühl kam, aber jetzt HAB ICH HUNGER! Es ist grausam... ein Beutel darf ich ja noch essen, wollte aber auf meine Freundin warten, damit wir gemeinsam Abendessen können. Vielleicht sollt ich einfach noch nen Liter Wasser hinterherjagen. Nur was dann noch schlimmer wird: der Blasendruck!


Ohne Witz, so oft wie heute bin ich glaub an einem Tag noch nie auf die Toilette gerannt! DAS IST SOOO NERVIG!! Ich muss heute Nacht sicher stündlich aufstehen... 


Ok, ich glaub, ich werd jetzt doch schon mal essen. Kartoffel-Lauch-Suppe. Mein Favorit bislang definitiv Schoko, gefolgt von Vanille Creme, Tomate und dann Kaffee... es gibt noch Erdbeer und normale Vanille. Das werd ich morgen mal testen. 5 Beutel am Tag und 7 Geschmacksrichtungen. Da ist eine große Auswahl fast nicht möglich, aber ein bisschen Strafe für die sündigen vergangenen Jahre muss ja auch sein... ich freu mich jetzt schon aufs Fastenbrechen am 14. Dezember


1 Kommentar 22.9.10 19:56, kommentieren

Es wird ernst...

An dieser Stelle möchte ich gaaaaanz fest betonen, wie supergut mir mein neuer Job gefällt und wie wohl ich mich dort fühle! Die Kinder haben mich total toll aufgenommen, respektieren mich und sind wirklich total lieb (noch..). Dafür, dass sie über die Ferien gleich zwei ihnen vertraute Bezugspersonen im Hort verloren haben und wir das Ganze momentan zu Zweit stemmen, machen sie es toll und arbeiten prima mit. Die Herausforderung mit Schulkindern zu arbeiten, hätte ich als schwieriger eingestuft, aber bisher kann ich nur sagen, dass ich absolut positiv überrascht bin! Hab sie alle heute in unserer ersten Kinderkonferenz auch dolle gelobt. Meine Angst ist jetzt eigentlich nur noch darin begründet, dass es eine katholische Einrichtung ist und ich ein nicht katholisch-konformes Leben führe. Nachdem meine Partnerin und ich eine Eingetragene Lebenspartnerschaft (auch Ehe genannt) irgendwann in den nächsten 1-2 Jahren eingehen möchte, sowie ein gemeinsames Kind bekommen, wird mich das vor ziemlich große Schwierigkeiten in meiner Arbeit stellen. Nicht wegen meiner Kollegen oder der Leitung, sondern wegen der Kirche, von der ich zusammen mit meinem Arbeitsvertrag auch ein gelbes, nettes Heftchen bekam über die Katholisch kirchliche Grundordnung, in dem auch ganz klipp und klar das Kapitel Lebenspartnerschaft als Unvereinbar dargestellt wurde. Dazu werden an dieser Stelle sicher noch interessante Geschichten folgen...
falls jemand jemand kennt, der jemand kennt, der gern Vater werden möchte.. wir sind auf der Suche nach einem Mann, wahlweise schwul, der gern eine aktive Vaterrolle übernehmen möchte. Am Besten im Raum München.

Als weiteren Punkt gibt es meine Optifast-Diät zu erwähnen. Gestern war das erste Gruppentreffen. Ca 16 Teilnehmer, unter denen ich mir ehrlichgesagt fast magersüchtig vorkam, starten zusammen in ein Jahr Diät. Ab nächstem Mittwoch geht die Tütchen-Ernährung los und ich bin gespannt, wie ich das durchhalten kann. Da es ja verschiedene Geschmacksrichtungen gibt, hoffe ich alles gut vertragen zu können und mir dadurch etwas Abwechslung schmecken lassen zu können.

Für diese Woche muss ich noch ein Ernährungstagebuch schreiben, also wirklich ALLES, was ich esse oder trinke. Am WE will ich noch auf die Wiesn auf eine Maß. Das muss vorher noch drin sein... 


Vielen Dank fürs Zulesen und auf Wiederlesen.

1 Kommentar 15.9.10 18:48, kommentieren

Zurück in die Zukunft

So, da ist er nun, mein erster Blog. Sooo lange wollte ich das schon machen. Jetzt ist es soweit.

Wie und wo fang ich an? Kurzer Lebenslauf vielleicht an dieser Stelle:

Geboren im Jahre 1978, da gabs noch kein Internet, keine Handys und nix, was auch nur annähernd damit zu tun hatte. So wuchs ich ziemlich behütet als Einzel- und Scheidungskind im schönen Allgäu in einer netten Kleinstadt auf.

Kinderkrippe, Kindergarten und dann Schule. Alles relativ normal. Bis die Pubertät einsetzte. Im zarten Alter von 11 Jahren, baute ich mich vor meiner Mama auf, die bis dato ein vergleichbar pflegeleichtes Kind hatte, und sagte mit den Händen in der Hüfte: "So Mama und die Zeiten, in denen DU mir sagen kannst, was ich zu tun habe, sind hiermit endgültig vorbei!" Von diesem Tag an herrschte im bis dahin eigentlich harmonischen Zusammenleben Krieg. Ich schmiß eine Schule nach der anderen, verkehrte mit - in den Augen meiner Mom - zwielichtigen Leuten, war nächtelang unterwegs, hatte selbst große Probleme mit mir und meinem Leben. Alles inklusive: bunte Haare, viel Alkohol, zerrissene Klamotten, selbst gestochene Ohrlöcher, verwüstetes Zimmer mit seltsam wachsenden Kulturen und Lebewesen in Jogurthbechern und Töpfen. Mit 19 dann die zwangsläufige Wendung: um mein Abi doch noch in die Tasche zu bekommen, musste ich nach München ziehen.

So wohnte ich in meiner ersten WG am schönen Westpark, besuchte brav die 12 und 13, Klasse der BOS für Sozialwesen und verliebte mich zum ersten Mal in ein Mädchen. Dazu aber später. Nach dem Abi wollte ich endlich die Welt sehen und begab mich auf in das Abenteuer Au-Pair.

Ich lebte fast ein Jahr bei einer amerikanischen Familie in New Jersey mit drei Kindern (9 Monate, 2 Jahre und 4 Jahre alt). Mein eigentlicher Wunsch, Sonderpädagogik nach meiner Rückkehr zu studieren, schlug gründlich fehl und so landete ich in der Medienbranche. Machte Praktikas beim TV, arbeitete bei diversen Konzertagenturen, machte sogar noch eine Umschulung für Mediengestaltung. Ein kurzweiliger Ausflug nach Luxemburg, der mich jobmäßig aber kein Stück weiterbrachte, dafür meine Finanzen bis heute gründlich auf den Kopf stellte, bewies mir: ich gehöre nach München.

Meine große Liebe galt immer der Musik, dabei besonders den Beatsteaks aus Berlin. Unzählige Konzerte und innige Momente auf ihren Shows und da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Nachdem die Medienbranche trotz allen Versuchen keine Möglichkeiten für mich bot, zog es mich zurück in die soziale Abteilung und arbeite 3 Jahre lang in einer Kinderkrippe mit Kindern zwischen 0-3 Jahren. Seit 1 Woche nun bin ich in einen Hort gewechselt mit Schulkindern von der 1-4 Klasse.

Was mein Privatleben angeht, so hatte ich vor ein paar Jahren ein einschneidendes Erlebnis: ich durchlebte mein Coming Out mit allen Ups and Downs und letztendlicher Befreiung. Seit 1,5 Jahren lebe ich nun mit meiner Freundin eine wunderbare Beziehung und in der Lebensplanung soll in den nächsten 2 Jahren ein Kind folgen. Verpartnerung nicht ausgeschlossen.

Aber bevor es soweit ist, beginne ich am Dienstag mit dem Optifast52-Diätprogramm. Besonders über meine Erfahrungen und Fortschritte damit möchte ich hier schreiben. 

Ich freue mich über rege Teilnahme und großes Interesse an meinem Blog.

1 Kommentar 12.9.10 18:29, kommentieren